Durch
das Jahr
2023

(c) Walt Disney
1

JANUAR

Erfreulicher Start ins Jahr: Angela Bassett wurde bei den Golden Globe Awards als beste Nebendarstellerin für ihre Rolle als Königin Ramonda in Black Panther: Wakanda Forever ausgezeichnet. Der Film wurde vom FFF Bayern im Förderprogramm „Internationale Filme und Serien“ unterstützt.

(c) Kurt Krieger
2

FEBRUAR

Zum ersten Mal seit drei Jahren wurde wieder zum FFF Empfang im Rahmen der 73. Berlinale geladen. Mit rund 600 Gästen erfreute sich die Veranstaltung in der Bayerischen Vertretung in Berlin großen Interesses. Im Zentrum des Empfangs stand das Team des FFF-geförderten Kinofilms Sisi & Ich, der im Berlinale Panorama Premiere feierte: Regisseurin und Autorin Frauke Finsterwalder, Autor Christian Kracht, Darstellerin Sophie Hutter und Kameramann Thomas W. Kienast nahmen am FFF Empfang teil.

(c) FFF Bayern / Henning Schacht

Am Vorabend der Berlinale-Eröffnung hatte der FFF Bayern Saralisa Volms Langfilmdebüt Schweigend steht der Wald als Special Screening in der Bayerischen Vertretung präsentiert. Zu Gast waren Repräsentant*innen der Berliner Politik und Verwaltung. Auf dem Panel diskutierten im Anschluss an das Screening Regisseurin und Produzentin Saralisa Volm, Autor Wolfram Fleischhauer, Hauptdarstellerin Henriette Confurius und Darsteller Robert Stadlober sowie Produzent Ingo Fliess unter der Moderation von Dorothee Erpenstein über das Thema des Films: Erinnerungsarbeit und Vergangenheitsbewältigung.

(c) Kurt Krieger
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MAI

Anlässlich des DOK.fest München Gäste zu einem Empfang in das Amerikahaus München ein, um die Bedeutung des Dokumentarfilms und die vier FFF-geförderten Filme, die im Programm des Festivals gezeigt wurden, zu feiern: Plastic Fantastic von Isa Willinger, She Chef von Melanie Liebheit und Wir und das Tier – Ein Schlachthausmelodram von David Spaeth. Außerdem feierte Metal Battle Girl von Andreas Wolff auf dem Festival Premiere. Unter den 230 Gästen des Empfangs waren sowohl die Teams der geförderten Filme, die im Festivalprogramm liefen, als auch die Teilnehmer*innen zweier Fachkonferenzen der Branchenplattform DOK.forum. Der FFF Förderpreis Dokumentarfilm ging an She Chef von Melanie Liebheit, in dem Zuschauer*innen eine junge Köchin dabei begleiten, von den besten Köchen der Welt zu lernen und ihre eigene Küchensprache in einer von Männern dominierten Arbeitswelt zu finden.

(c) Eventpress

Bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises 2023 im Berliner Theater am Potsdamer Platz wurden drei FFF-geförderte Filme in sieben Kategorien ausgezeichnet. Der Preis für das beste Kostümbild ging an Tanja Hausner für Sisi & Ich. Die Schule der magischen Tiere 2 wurde als besucher*innenstärkster Film ausgezeichnet. Der Film Das Lehrerzimmer, der vom FFF Bayern im Verleih gefördert wurde, gewann in fünf Kategorien, darunter die Goldene Lola als bester Spielfilm.

(c) FFF Bayern/Kurt Krieger

Seit 2011 bringt der FFF Bayern im Rahmen des Festival de Cannes Filmschaffende aus Deutschland mit Produzent*innen und weiteren Kreativen aus potenziellen Koproduktionsländern zusammen. Hierzu luden in diesem Jahr die nördlichste und die südlichste Filmförderung Deutschlands gemeinsam zu einem deutsch-skandinavischen Business Lunch ein. Für die Veranstaltung der MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein und des FFF Bayern kamen 25 Produzent*innen, Autor*innen und Regisseur*innen aus Island, Norwegen, Schweden, Dänemark und Finnland mit 25 Filmschaffenden aus Deutschland für den fachlichen Austausch und zum Netzwerken in Cannes zusammen. Die beiden deutschen Förderungen haben hierfür mit den skandinavischen Institutionen Det Danske Filminstitut, Norsk filminstitutt, Kvikmyndamiðstöð Íslands, Svenska Filminstitutet und Finnish Film Foundation zusammengearbeitet.

(c) Bayerische Staatskanzlei
6

JUNI

Bei der Verleihung des Bayerischen Filmpreises im Münchner Prinzregententheater wurden in acht Kategorien FFF-geförderte Produktionen prämiert. Der Preis für die beste Regie ging an Frauke Finsterwalder für Sisi & Ich. Dimitrij und Alex Schaad gewannen den Preis für das beste Nachwuchs-Drehbuch für Aus meiner Haut. Anima – Die Kleider meines Vaters von Uli Decker und Flare Film gewann den Preis für den besten Dokumentarfilm. Die Kordes & Kordes Film-Produktion Die Schule der magischen Tiere 2 wurde mit dem Preis für das beste Family Entertainment ausgezeichnet. Florian David Fitz erhielt für seine schauspielerische Leistung in Wochenendrebellen und Oskars Kleid den Preis für den besten Darsteller, Simon Morzé wurde für Der Fuchs als bester Nachwuchsdarsteller prämiert. Für ihren Film Sonne und Beton wurde David Wnendt und Felix Lobrecht der Preis für das beste Drehbuch und Jieun Yi der Preis für die beste Bildgestaltung verliehen. Der Ehrenpreis ging an Michael Bully Herbig.

(c) Kurt Krieger

Auf dem 40. Filmfest München war der FFF Bayern mit einigen geförderten Filmproduktionen sowie Fachveranstaltungen im Rahmenprogramm vertreten. Anlässlich des Festivals brachte der FFF Bayern beim Presse Lunch die Teams einiger geförderter Projekte mit Journalist*innen zusammen. Mit dabei waren die Teams von Neue Geschichten vom Pumuckl, Die Mittagsfrau, Die Schule der magischen Tiere 2, Ein ganzes Leben, Neue Geschichten vom Franz, Clashing Differences, Herrhausen – Herr des Geldes, One for the Road, Wochenendrebellen, Chantal im Märchenland, Rehragout Rendezvous, Kati, Boyz, Hauma, Polizeisimulator, Seven Sins, Elemental Space und Wildnis AR. Auch die damalige FFF Aufsichtsratsvorsitzende Staatsministerin Judith Gerlach nahm an der Veranstaltung teil und verkündete in ihrer Rede die Einführung zweier neuer Incentives in die bayerische Filmförderung, ein Gender Incentive und ein Praktikant*innen Incentive. Das Gender Incentive zielt darauf ab, nachhaltig und effektiv die Position von Frauen in der Filmbranche zu stärken. Der FFF Bayern stellt hierfür jährlich 300.000 Euro zur Verfügung. Mit der Einführung des unbürokratisch geregelten Praktikant*innen Incentives reagiert der FFF Bayern auf den Fachkräftemangel in der Branche. Hierfür stehen 500.000 Euro zur Verfügung.

(c) FFF/Kurt Krieger/Andreas Büttner

Auch in diesem Jahr lud der FFF Bayern zu einem Filmfest Empfang im Cafe Reitschule ein, bei dem die geförderten Projekte, die im Rahmen des Festivals ihre Premieren feierten, im Mittelpunkt standen. Zu den dreizehn geförderten Produktionen, die es in das Programm des Festivals geschafft hatten, zählen die Abschlussfilme Boyz (Sylvain Cruiziat), Clashing Differences (Merle Grimme) und Dead Girls Dancing (Anna Roller), die Fernsehserien Gute Freunde – Der Aufstieg des FC Bayern, Herrhausen – Herr des Geldes und Neue Geschichten vom Pumuckl, der Fernsehfilm Entführt – 14 Tage überleben sowie die Kinofilme Gernstls Reisen – Auf der Suche nach Irgendwas, Jenseits der Stille (1996), Last Contact, Neue Geschichten vom Franz, One for the Road und Weißt du noch?

(c) Filmfest München / Sophie Mahler

Weitere Fachveranstaltungen, an denen der FFF Bayern beteiligt war, waren u.a. der Talk THIS WRITER DOES NOT EXIST über die Rolle von KI bei der Entwicklung von Drehbüchern, die Teilnahme an Panel-Diskussionen über den Fachkräftemangel und die Zukunft der bayerischen Filmproduktion. Zudem förderte der FFF Bayern Veranstaltungen im Rahmen des Filmfest München zu den Themen Diversität, Berufschancen und Zukunft der Branche.

(c) Filmfest München

Außerdem fand im Rahmen des Filmfests zum zweiten Mal die CineCoPro Conference statt. Die eintägige Veranstaltung verfolgt das Ziel der Förderung internationaler Koproduktionen und des Wissensaustauschs zwischen High-End-Produzent*innen. Organisiert vom Filmfest München und dem FFF Bayern in Zusammenarbeit mit dem Creative Europe Desk München hieß die Koproduktionskonferenz in diesem Jahr im Speziellen Produzent*innen aus der Schwerpunktregion Südosteuropa willkommen. Auf Einladung des Creative Europe Desk München, einer hundertprozentigen Tochter des FFF Bayern, hat Sergio Garcia de Leaniz von Eurimages, der Förderanstalt des Europarats, an der Veranstaltung teilgenommen, und informierte über Fördermöglichkeiten.

(c) FFF Bayern/Kurt Krieger
7

JULI

Im direkten Anschluss an das Filmfest fand Anfang Juli die „2. Green Culture Konferenz – Audiovisuelle Medien“ in München statt. BKM Claudia Roth und der FFF Bayern luden mit Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Digitales und dem Filmfest München gemeinsam zur Veranstaltung im Amerikahaus München ein. Die Konferenz war Teil einer gleichnamigen Veranstaltungsreihe und thematisierte ökologische Transformationsprozesse in der audiovisuellen Medienbranche und die Rolle von Kultur und Medien als Vermittler, Impulsgeber und Innovationstreiber angesichts der Klimakrise. Ziel der Veranstaltung war es, wesentliche Akteur*innen aus Kultur, Politik und Verwaltung, Wissenschaft sowie Zivilgesellschaft zusammenzubringen. Den Teilnehmer*innen wurde somit durch verschiedene Paneldiskussionen und Workshops der Raum gegeben, um Ideen und Lösungen zu diskutieren und auszugestalten, auch im Hinblick auf soziale Nachhaltigkeit. Die Keynote sprach Prof. Dr. Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes. Die Workshopleitungen übernahmen Dr. Thorsten Heimann, Katia Münstermann, Dirk Jepsen, Philip Gassmann, Birgit Heidsiek, Linda Weichlein und Christine Tröstrum. Impulse kamen von Judith Niemeyer, Mira Thiel, Dr. Christian Bräuer, Daniel Sponsel, Claudia Löwe und Franziska Mohaupt. Teilgenommen hat u.a. auch Maria Furtwängler – mit ihrer MaLisa Stiftung präsentierte sie einige Monate später die Ergebnisse der Studie „Klimawandel und Biodiversität: Was zeigt das Fernsehen – Was wollen die Zuschauer*innen?” auf der Münchner Praterinsel.

(c) FFF Bayern/Andreas Büttner

Anlässlich des Festivals der Zukunft veranstaltete der FFF Bayern im Juli das 2. XR Meet & Mingle. Hierzu wurden Vertreter*innen aus Wissenschaft und Forschung, Film-, Games-, XR- und Kulturbranche zum Austausch und zur Vernetzung eingeladen. Beim XR-Talk sprachen FFF Geschäftsführerin Dorothee Erpenstein, Kathrin Brunner (myndstorm Productions) und Philip Gröning über ihre geförderten XR-Projekte I wanna be ur dog, Duchampiana und Oktoberfest Phantom. Sie diskutierten darüber, welche Rolle KI dabei spielte, welche Überraschungen es im Herstellungsprozess ihrer Projekte gab sowie über die Vor- und Nachteile von KI und das Bedürfnis nach Narration bei VR-Projekten. Moderiert wurde das Gespräch von Christina Wolf.

(c) FFF-Bayern/Veronika Barthelmess

Ende Juli zog es für die alljährliche FFF Gameswanderung wieder rund 40 Teilnehmer*innen in die Berge, diesmal in die Nähe des Spitzingsees. Die Wandergruppe bestand aus Mitgliedern bayerischer Game Development Studios und Vertreter*innen aus dem Bayerischen Digitalministerium, der Wissenschaft und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., die im Auftrag des Wirtschaftsministeriums die Computerspiele-Förderung des Bundes koordinieren. Bei wechselhaften Wetterbedingungen nutzten die Teilnehmenden die Wanderung durch das Mangfallgebirge bis zum Taubensteinhaus zum gemeinsamen Austausch.

(c) Games Germany / Amanda Förtsch
8

AUGUST

Mit 320.000 Besucher*innen aus der ganzen Welt übertraf die gamescom, die weltweit größte Videospielmesse, ihre Besucherzahlen aus dem Vorjahr. Insgesamt dreizehn bayerische Games-Firmen stellten in diesem Jahr ihre Projekte auf der Messe in Köln vor, darunter auch sieben GameDevs mit FFF-geförderten Spielen: in der Indie Arena Booth der gamescom waren Wegenbartho Games mit The Murder Hotel, SenAmG Games mit Hauma – A Detective Noir, Irox Games mit EcoGnomix und Gentle Troll Entertainment mit Tavern Talk vertreten. In der Indie Game Area „Home of Indies“ konnten die Besucher*innen außerdem ThreeDee mit Charged!, Emergo Entertainment mit Fireside und Toplitz Productions mit Industry Giant 4.0 antreffen.

(c) Marco Nagel

Ende August besuchte FFF-Geschäftsführerin Dorothee Erpenstein das Set der Kinotrilogie Woodwalkers im Tropenhaus in Weihenlinden. Die Filme sind eine Adaption der beliebten Fantasy-Jugendbuchreihe von Katja Brandis und werden von blue eyes Fiction in Koproduktion mit Dor Film Wien und Filmvergnuegen Südtirol produziert. Der erste Film wurde an verschiedenen Standorten in Mitteldeutschland, Bayern, Österreich und Südtirol gedreht und wurde im Rahmen von Green Motion und den Maßstäben der verschiedenen Green Filming-Kriterien der Koproduktionsländer nach ökologisch nachhaltigen Kriterien umgesetzt. Regie führte Damian John Harper, das Drehbuch hat David Sandreuter geschrieben.

(c) 2023 Alice BL Durigatto
9

SEPTEMBER

Bei den 80. Internationalen Filmfestspielen in Venedig waren zwei FFF-geförderte Projekte präsent:  Life Is Not a Competition, But I’m Winning, produziert von Schuldenberg Films, eröffnete die Settimana Internazionale della Critica. Der Dokumentarfilm ist Julia Fuhr Manns Abschlussfilm an der HFF München. Die VR-Experience Empereur (Emperor) von Marion Burger und Ilan Cohen lief im Wettbewerb von Venice Immersive, der renommierten VR-Sektion der Internationalen Filmfestspiele von Venedig, und wurde mit dem Venice Immersive Achievement Prize ausgezeichnet. Das Projekt ist eine internationale Koproduktion zwischen Reynard Films auf der deutschen Seite mit Atlas V, France Télévisions sowie Pico und in Zusammenarbeit mit dem preisgekrönten Studio Albyon aus Frankreich. Der FFF Bayern war als deutscher Hauptförderer beteiligt und unterstützte das Projekt sowohl in der Produktion im Förderbereich Extended Realities (XR) als auch in der Präsentation bei Venice Immersive im Rahmen der XR-Verbreitungsförderung.

(c) FFF Bayern/Olga Havenetidis

Als eines der beiden Länder im Fokus der Venice Production Bridge haben in diesem Jahr German Films und einige der deutschen Förderinstitutionen der Länder – darunter auch der FFF Bayern – zum VR-Panel “Meet the German Creators” sowie zum Panel “German XR Gaming: Exploring the Potential and the Market of Narrative Games in XR” eingeladen. Beide Fachveranstaltungen fanden als Teil des Venice Immersive Markets statt, für den sich während der Filmfestspiele eine ganze Insel unweit des Lido di Venezia in einen Schauplatz nur für XR-, VR- und AR-Projekte verwandelte. Der FFF Bayern war auf dem Immersive Markt außerdem als Teil einer bayerischen Delegation zusammen mit dem XR Hub Bavaria und den beiden XR-Unternehmen Myndstorm productions UG und Govar GmbH am Gemeinschaftsstand von Focus Germany und German Films vertreten.

(c) FFF Bayern/Kurt Krieger

Auch das Creative Europe Desk München war mit geförderten Projekten und Aktivitäten während der 80. Filmfestspiele in Venedig präsent. In Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission und dem Creative Europe MEDIA Programm organisierte die Biennale di Venezia die Veranstaltung “Europe in Focus. IP in a Transmedia World – Boosting Creativity and Audiences”, an der weltweit führende Vertreter*innen der Branche teilnahmen.  Mit dem Thema KI befasste sich die zweite Fachveranstaltung von Creative Europe, zu dem das Creative Europe Desk MEDIA Italia in Zusammenarbeit mit den Desks Deutschland, Dänemark, Litauen, Schweden, Finnland, den Niederlanden und Portugal einlud. Der Titel lautete: “Fishbowl-Conversation on AI impacting production and creative workflows”.

(c) Susanne Schramke

Bei der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises in Köln wurden zwei FFF-geförderte Projekte prämiert. Im Rahmen der großen TV-Gala wurde Tim Kuhn für die Serie LudenKönige der Reeperbahn mit dem Preis für die beste Kameraführung ausgezeichnet. Die Serie Die Kaiserin gewann den Preis für die Beste Ausstattung Fiktion und mit Philip Froissant den Preis für den Besten Schauspieler.

(c) Film Commission Bayern

Um Kreative aus den Bereichen Drehbuch und Produktion zu lokalen Geschichten zu inspirieren, organisiert die Film Commission Bayern seit vier Jahren mehrtägige Drehbuchcamps in unterschiedliche Regionen in Bayern. In diesem Jahr führte die Reise sieben ausgewählte Kreative in den Bayerischen Wald. Hintergrund des Formats ist es, zu Ideen für neue Stoffe, Geschichten und Figuren aus Bayern für Kino, TV Filme und Serien anzuregen. Die Gruppe traf auf Menschen, die ihnen auf persönliche und individuelle Weise Einblick in ihre Lebenswelt, ihre Region und Geschichte gaben. Mit dem Bürgermeister von Bischofsmais sprachen die Teilnehmenden über ein Hotelgroßprojekt, das zum Lost Place wurde, die Rangerin Kristin Biebel nahm die Drehbuchautor*innen mit auf ihren Rundgang durch den Nationalpark Bayerischer Wald, Landwirte und Kulturraumschützer traf die Gruppe hoch oben auf ihren Schachten, wo sie von ihren Herausforderungen berichteten. Ein Besuch im militärischen Hochsicherheitsbereich auf dem großen Arber gab einen Einblick in die militärische und zivile Flugüberwachung. Mit dabei waren Uli Decker, Jule Ronstedt, Christian Jeltsch, Tuna Kaptan, Ulrike Schölles, Katharina Köster und Christian Lerch. Das Drehbuchcamp ist ein Projekt im Rahmen der Standortinitiative FILMkulisse Bayern, einer Initiative von Bayern Tourismus Marketing und der Film Commission des FFF Bayern.

(c) FFF Bayern/Andreas Rau
10

OKTOBER

Beim FFF Bayern Brunch anlässlich der 57. Hofer Filmtage standen die Teams von fünf FFF-geförderten Filmen, die im Programm der Filmtage liefen, im Mittelpunkt: Neben dem neuen Kinofilm 15 Jahre von Chris Kraus, der das Festival eröffnete, liefen außerdem Die Brieffreundin von Sarah Klewes, Restoration von Gudrun Gruber, Der Tod der Stille von Sascha Fersch und Aimée und Jaguar von Max Färberböck. Ebenfalls präsentiert wurde das Nürnberger Autorenstipendium; dazu gab es 5 Stoffe, die der Branche erstmals gepitcht wurden.

(c) medien.bayern/Jens Hartmann

Bei der Verleihung des Blauen Panther 2023 wurden drei FFF-geförderte Produktionen ausgezeichnet: Katharina Eyssen wurde für das Drehbuch der Serie Die Kaiserin ausgezeichnet, und Jeanette Hain gewann den Preis als Beste Schauspielerin für ihre Rolle in Luden – Könige der Reeperbahn. Außerdem wurden in der Kategorie Nachwuchspreis für die zweite Staffel der Serie Fett und Fett Chiara Grabmayr für ihre Leistung als Regisseurin, Jakob Schreier für seine Leistung als Hauptdarsteller und beide zusammen für ihre Leistung als Co-Creator ausgezeichnet.

(c) Tobis/Kurt Krieger
11

NOVEMBER

Anfang November feierte die Verfilmung von Robert Seethalers Bestseller Ein ganzes Leben Premiere in der ASTOR Film Lounge im Münchner ARRI Kino. Auf dem Foto von links nach rechts: Andy Großjohann (TOBIS), Tobias Alexander Seiffert (Produzent TOBIS), Dieter Pochlatko (Produzent EPO-Film), Jakob Pochlatko (Produzent EPO-Film), Timm Oberwelland (Produzent TOBIS), Ulrich Limmer (Drehbuch), August Zirner („Andreas Egger“ alt), Skady Lis (Produzentin TOBIS), Ivan Gustafik („Andreas Egger“ Kind), Stefan Gorski („Andreas Egger“ jung), Judith Erber (FFF Bayern), Magnus Vortmeyer (TOBIS), Hans Steinbichler (Regie), Armin Franzen (Bildgestaltung), Andreas Lust („Kranzstocker“), Jurek Kuttner (Szenenbild). Der Film avancierte zum Arthouse-Erfolg und erreichte bis Jahresende mehr als 200.000 Zuschauer*innen im Kino.

(c) FFF-Bayern/Christine Vincon

Zur Förderung der bayerischen Kinos wurden auch in diesem Jahr wieder die Kinoprogrammprämien verliehen. Mit den Prämien zeichnete der FFF Bayern 78 Kinos aus ganz Bayern, die im letzten Jahr besonders hochwertige Programme und Engagement zeigten, mit insgesamt 835.000€ aus. Die Verleihung fand im November in den Bernlochner Sälen in Landshut statt. Medienminister Dr. Florian Herrmann, neuer FFF Aufsichtsratsvorsitzender, und FFF Geschäftsführerin Dorothee Erpenstein überreichten gemeinsam die Urkunde für die Spitzenprämie in Höhe von 20.000 Euro an die Betreiber*innen des Casablanca Filmkunsttheaters in Nürnberg. Am Vorabend der Verleihung fand das traditionelle Warm-Up im Landshuter Kinoptikum statt, bei dem in Kooperation mit dem Landshuter Kurzfilmfestival die beiden Kurzfilme Almost Home von Nils Keller und Pizza d’Amour von Elsa van Damke und Alexander Schmid gezeigt wurden.

(c) Bojan Ritan – FILMFST-MÜNCHEN

Zeitgleich zur Programmprämienverleihung fand am Starnberger See die FFF-geförderte Tagung „Teilhabe im Film (Vol. 2)“ statt. Zur Veranstaltung geladen haben die Evangelische Akademie Tutzing gemeinsam mit dem Filmfest München. Ziel der Tagung war es, neue Perspektiven über Rollenverteilungen, Narrationen und Sichtbarkeiten vor der Kamera sowie die Strukturen und Entscheidungsprozesse dahinter zu diskutieren. Auf Initiative des FFF Bayern fand am zweiten Tag der Veranstaltung das Format „Meet the Funders“ statt, bei dem Vertreter*innen der Bundes- und Länderförderungen aus ganz Deutschland als direkte Ansprechpartner*innen vor Ort waren, um über Filmförderung zu informieren und sich über Projektvorhaben, Anregungen und Erfahrungsberichte auszutauschen. Die Veranstaltung wurde vom Creative Desk Europe unterstützt.

(c) Bayerisches Staatsministerium für Digitales
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DEZEMBER

Seit 8. November 2023 ist Dr. Fabian Mehring Bayerns neuer Digitalminister und zuständig für die Gamesförderung. Im Dezember empfing er im Staatsministerium für Digitales mit FFF Geschäftsführerin Dorothee Erpenstein die Entwickler*innen aus Bayreuth, Nürnberg, München und Würzburg, deren Projekte im November vom FFF Vergabeausschuss empfohlen wurden und überreichte die Förderzusage persönlich. Insgesamt hatte der Ausschuss in der Sitzung entschieden, zwölf neue Projekt mit 770.000 Euro zu unterstützen. „Die Gamesindustrie ist ein wichtiger Zukunftsmotor unserer bayerischen Wirtschaft“, sagte der Minister. „Unsere Games-Entwickler sind Innovationstreiber. Sie gestalten den gesellschaftlichen Wandel und die digitale Transformation an der Spitze mit. Deshalb unterstützen wir diese kreativen Projekte auf dem neuesten Stand der technischen Entwicklungen sehr gerne.“ Ebenfalls bei der Übergabe präsent waren Michaela Haberlander und Joannis Xenakis vom FFF Gamesreferat. Für Michaela Haberlander war es die letzte Amtshandlung – sie hat sich Ende 2023 nach 27,5 Jahren beim FFF Bayern in den Ruhestand verabschiedet.

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